Thales Alenia Space Italia setzt in der Elektronikfertigung auf Visual Shop Floor, um Short Interval Meetings zu digitalisieren und die tägliche Steuerung schlank und effizient zu gestalten. Die Lösung schafft Echtzeit-Transparenz, stärkt die standortübergreifende Zusammenarbeit und macht kontinuierliche Verbesserung nach Lean-Prinzipien messbar. So wird eine 360°-Digitalisierung des Shop Floors Wirklichkeit – datenbasiert, reaktionsschnell und zukunftsorientiert.
Thales Alenia Space Italia (Luft- und Raumfahrt)
Thales Alenia Space, ein Joint Venture zwischen Thales (67 %) und Leonardo (33 %), ist ein weltweit tätiges Industrieunternehmen im Raumfahrtsektor, das seit über vierzig Jahren Hightech-Lösungen in den Bereichen Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung, Umweltmanagement, wissenschaftliche Forschung und orbitale Infrastrukturen liefert.
Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen konsolidierten Umsatz von 2,36 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeitende in 7 Ländern an 14 Standorten in Europa.
Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen konsolidierten Umsatz von 2,36 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeitende in 7 Ländern an 14 Standorten in Europa.
Thales Alenia Space, Standort L’Aquila, Italien
Herausforderung
Vor der Einführung von Visual Shop Floor stand Thales Alenia Space Italia vor folgenden Herausforderungen:
- Die analogen Strukturen im Shop Floor Management waren zwar zuverlässig, stießen aber bei steigenden Anforderungen an ihre Grenzen – vor allem, wenn es um Skalierbarkeit und schnelle Reaktionen ging.
- Mit zunehmender Komplexität in der Produktion wurde es schwieriger, Entscheidungen schnell und über Bereichsgrenzen hinweg zu treffen.
- Unterschiedliche Informationsquellen führten zu Medienbrüchen und verzögerten die Umsetzung wichtiger Maßnahmen.
- Es fehlte eine einheitliche digitale Lösung, die die Lean-Methoden und das bei Thales Alenia Space Italia etablierte Q6-Framework wirksam unterstützt.
Lösung: Digital und lean mit Visual Shop Floor
Mit der Einführung von Visual Shop Floor konnten zentrale Prozesse gezielt verbessert und bereichsübergreifend harmonisiert werden:
- Einführung von Visual Shop Floor als zentrale Plattform zur Digitalisierung der täglichen Steuerungsprozesse.
- Strukturierte und standardisierte Durchführung der Short Interval Meetings (SIM) durch visuell geführte Abläufe.
- Transparentes Echtzeit-Monitoring wichtiger KPIs wie Volumen, Qualität und Durchlaufzeiten.
- Einbindung aller relevanten Beteiligten – vom Bediener bis zum Management – für bereichsübergreifende Sichtbarkeit und schnelle Abstimmung.
Ergebnis: Messbare Erfolge im Tagesgeschäft
Durch den unternehmensweiten Einsatz von Visual Shop Floor ergeben sich spürbare Verbesserungen im Arbeitsalltag:
- Durchlaufzeiten in den Elektroniklinien konnten deutlich verkürzt werden – dank schnellerer Reaktionen auf Abweichungen.
- Die Qualität hat sich weiter verbessert, da Warnhinweise frühzeitig erfolgen und Ausschuss sowie Nacharbeit reduziert wurden.
- Die täglichen Meetings sind heute kürzer, effizienter und laufen strukturierter ab.
- Transparenz und Datenverfügbarkeit sind spürbar gestiegen – und mit ihnen die Grundlage für eine starke Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.
Ein solides analoges Fundament mit klaren Wachstumszielen
Vor der Einführung von Visual Shop Floor arbeitete Thales Alenia Space Italia mit bewährten analogen Strukturen im Shop Floor Management. Leistungskennzahlen, Qualitätsdaten und Maßnahmen wurden direkt an den Produktionslinien sichtbar gemacht und in täglichen Short Interval Meetings (SIM) diskutiert. Diese Routinen sorgten für eine verlässliche Basis – und doch setzte sich das Unternehmen ambitionierte Ziele. „Wir wollten unsere Prozesse nicht nur stabil halten, sondern gezielt weiterentwickeln und agiler machen“, erläutert Maurizio Pietropaolo, Industrial Supply Chain IS Technician – Digital Factory Manager bei Thales Alenia Space Italia.
Short Interval Meeting – der tägliche Taktgeber in der Produktion
Die SIMs sind bei Thales Alenia Space Italia der Herzschlag der Produktion. Sie schaffen Raum für schnelle, datenbasierte Entscheidungen und fördern die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Doch mit dem Wachstum und der steigenden Komplexität wuchs auch der Bedarf an digitaler Unterstützung: Manuelle Werkzeuge und heterogene Informationsflüsse sollten einer einheitlichen, digitalen Lösung weichen, die jederzeit aktuellen Einblick bietet. „Vor allem in kritischen Momenten – wenn Zeitdruck herrscht und schnelle Reaktionen gefragt sind – sollte eine gemeinsame Sicht auf die Daten helfen, Maßnahmen sofort umzusetzen. Wir brauchten ein Tool, das unsere Lean-Methodik und unser Q6-Framework nahtlos unterstützt – und genau das bot Visual Shop Floor.“
Mit Visual Shop Floor führte Thales Alenia Space Italia eine ganzheitliche digitale Lösung ein, die das Shop Floor Management auf ein neues Level hebt. Die Plattform unterstützt die Lean-Methodik optimal und sorgt dafür, dass Short Interval Meetings effizient, klar strukturiert und standardisiert ablaufen. Unter den zahlreichen Funktionen von Visual Shop Floor spielen dabei insbesondere drei zentrale Module eine Schlüsselrolle:
Meetings: Strukturierte und visuell geführte SIMs sorgen für einen klaren Austausch und schnellere Abstimmung.
Maßnahmenverwaltung: Maßnahmen werden transparent zugewiesen, nachverfolgt und zeitnah abgeschlossen.
Monitoring: Echtzeit-KPIs sind für alle jederzeit sichtbar – auch standortübergreifend und remote.
Heute ist die Plattform in allen Bereichen der Elektronikfertigung von Thales Alenia Space Italia im Einsatz und bindet Bediener, Teamleiter, Produktionsverantwortliche sowie das Management aktiv ein – so wird eine bereichsübergreifende Vernetzung und ein reibungsloser Informationsfluss gewährleistet.
Spürbare Verbesserungen in der Praxis
Seit der Einführung von Visual Shop Floor sind die positiven Veränderungen im Arbeitsalltag deutlich spürbar, so Pietropaolo. Die Informationsweitergabe zwischen den Teams verläuft heute reibungsloser und transparenter, was die bereichsübergreifende Zusammenarbeit erheblich verbessert hat. Durch das kontinuierliche Monitoring werden Abweichungen von Zielwerten schneller erkannt, was eine deutlich schnellere und gezieltere Umsetzung von Gegenmaßnahmen ermöglicht.
Diese Weiterentwicklungen haben zu konkreten Verbesserungen geführt: Die Durchlaufzeiten in spezifischen Elektroniklinien wurden deutlich reduziert. Dank früher Qualitätswarnungen wurde der Ausschuss deutlich reduziert – und mit ihm stieg die Gesamtqualität messbar. Auch die Effizienz der täglichen Short Interval Meetings (SIM) hat spürbar zugenommen – die strukturierte Vorbereitung und Durchführung spart wertvolle Zeit und fördert fokussierte Diskussionen. Gleichzeitig wurde die Leistungsüberwachung durch die gestiegene Reaktionsgeschwindigkeit bei der Umsetzung von Korrekturmaßnahmen deutlich präziser und effektiver.
Mit Visual Shop Floor haben wir unsere Elektronikfertigung 360° digitalisiert – lean-orientiert, transparent und reaktionsschnell.”
Maurizio Pietropaolo,
Industrial Supply Chain IS Technician - Digital Factory Manager, Thales Alenia Space Italia
Mehr als nur ein Softwaresystem: Ein Treiber für moderne und nachhaltige Fertigungskultur
Laut Pietropaolo liegt der größte Mehrwert von Visual Shop Floor in der nahtlosen Verbindung von Sichtbarkeit, operativem Controlling und strukturierter Aufgabensteuerung in einer einzigen Plattform. Dadurch wird eine datenbasierte Kultur des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gefördert, die Zusammenarbeit gestärkt und nachhaltige Effizienzsteigerungen ermöglicht. „Gleichzeitig stärkt die moderne Lösung das Image von Thales Alenia Space Italia als innovativen, transparenten und zukunftsorientierten Produktionsbetrieb”, fasst Pietropaolo zusammen.
Ausbau und Zukunftsperspektiven: Auf dem Weg zur konzernweiten Lösung
Nach dem erfolgreichen Einsatz von Visual Shop Floor bei Thales Alenia Space am Standort L’Aquila in Italien stehen nun die nächsten Schritte an: Die Plattform soll am Standort L’Aquila für zusätzliche Anwendungsfälle genutzt und zukünftig in weiteren Werken in Italien sowie Europa eingeführt werden. Ziel ist es, das Visual Management über alle Produktionsstandorte hinweg zu standardisieren und so eine noch bessere Transparenz und Steuerung über den gesamten Konzern hinweg zu ermöglichen.
„Ausschlaggebend für unsere Entscheidung waren unter anderem die Flexibilität des Lizenzmodells, das gut zur Organisationsstruktur passt, die Möglichkeit einer On-Premise-Installation zur Erfüllung von Sicherheits- und Integrationsanforderungen sowie die hohe Benutzerfreundlichkeit und Kompatibilität mit bestehenden Abläufen, die den Einführungsprozess erheblich erleichtert haben”, erläutert Pietropaolo. Auch die Konzernzentrale zeigt großes Interesse daran, die Software zu prüfen und auszurollen.
Damit wird Visual Shop Floor künftig nicht nur ein zentrales Instrument zur Unterstützung der Short Interval Meetings sein, sondern eine Schlüsselrolle bei der konzernweiten Förderung einer datengetriebenen Kultur der kontinuierlichen Verbesserung spielen.
5 Erfolgsfaktoren: Darauf sollten Sie bei der Einführung von Visual Shop Floor achten:
Tipps von Maurizio Pietropaolo,
Industrial Supply Chain IS Technician – Digital Factory Manager bei Thales Alenia Space Italia
01.
Klare Governance & Einbindung der StakeholderAlle relevanten Bereiche – Produktion, IT, Qualität, Sicherheit – sollten von Beginn an in den gemeinsamen Rollout-Plan eingebunden werden.
02.
Datenquellen integrierenStrukturierte und aktuelle Daten sind entscheidend, um das volle Potenzial von Visual Shop Floor auszuschöpfen. Statische Excel-Dateien schränken dieses Potenzial erheblich ein – ein Risiko, das es zu vermeiden gilt.
03.
IT-Infrastruktur bereitstellenBestehende Richtlinien in Bezug auf Netzwerk, IT-Sicherheit und Benutzerverwaltung sollten bekannt und in der Implementierung berücksichtigt werden.
04.
Pilotphase mit Proof of ConceptEin PoC in einem klar abgegrenzten Bereich hilft, Risiken zu minimieren und den konkreten Mehrwert frühzeitig sichtbar zu machen.
05.
Change Management & SchulungTechnik allein reicht nicht – der Wandel gelingt nur mit gezielter Schulung und aktiver Einbindung der Mitarbeitenden.

